Sigmund Freud hat uns gelehrt, den Menschen zu erkennen,
mit Musiktherapie können wir ihn erhören …

Katja Loos

Musiktherapie

Schon seit Jahrtausenden und in allen Kulturen wird Musik für Heilungsprozesse genutzt.

Musiktherapie ist ein erlebnisorientiertes Verfahren, in welchem mittels der Musik bzw. deren Komponenten wie z.B. Rhythmus und Klang, ein unmittelbarer, direkter Zugang zur Emotion entsteht. Musiktherapie vermag vorsprachliche Bereiche unseres Unbewussten berühren, da sowohl vorgeburtliche als auch frühe Kindheitserfahrungen im Körpergedächtnis gespeichert sind. Die Sprache von Mutter und Vater, die uns in frühen Zeiten unseres Lebens erreicht, ist eine Sprache voller Klang, Rhythmus und Melodie, und wir lernen ihren affektiven Gehalt zu verstehen und darauf zu antworten, bevor wir sprechen können.

Musiktherapie führt hin zum Wahrnehmen und Erspüren tieferer Schichten unserer Persönlichkeit. Mittels vielfältiger Spielmöglichkeiten können wir etwas hören, fühlen und erkennen, was unserem Bewusstsein bisher nicht zugänglich war. Wir können spielen, was wir nicht sagen können, und das Gespielte anschließend in Sprache übersetzen.

Musiktherapie ist Kommunikation: Im gemeinsamen, improvisierten Spiel kann ausgedrückt werden, was hier und jetzt bewegt, kann verstanden werden, was gerade in der Begegnung geschieht.

Musikalische Kenntnisse oder Begabungen sind dabei überhaupt nicht erforderlich.

Musiktherapie kann somit einen therapeutischen Prozess wertvoll ergänzen, vertiefen oder in Gang bringen.

Musiktherapie wird u.a. eingesetzt bei psychosomatischen Störungen, Depressionen, Ängsten, Essstörungen, und kann aktiv oder auch rezeptiv, d.h. im Hören, erfahren werden.

Auf der Basis eines psychodynamischen Verständnisses, beziehe ich nach Absprache die vielfältigen Möglichkeiten der Musiktherapie ein im Rahmen tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.